Warum denkt man sich Geschichten aus? Warum schreibt man diese auf und wie zum Teufel kommt man dann noch auf die Idee, diese zu veröffentlichen? Ich denke so unterschiedlich wie die Lebensläufe der Autoren sind auch die Beweggründe. Bei mir war es vielleicht diese erste kleine Reizwortgeschichte aus der Grundschule. Wind, Katze und Hexe verleiteten mich zu einer Geschichte, die mein Lehrer als "sehr fantasievoll" bezeichnete. Lange Zeit beließ ich es aber dabei und las. "Die unendliche Geschichte", "Der Hobbit", "Der Herr der Ringe" und natürlich meinen ersten Hohlbein "Drachenfeuer". Damit war der Weg in die Fantasie besiegelt. Zwei Romane begann ich während der Schulzeit, aber einer wurde nicht vollendet und der andere bleibt auf ewig in meiner Schublade. Richtig aktiv ging es erst weiter, als ich eine Geschichte für meine damalige Freundin schrieb. Sie handelte von einem kleinen Lagerroboter, der mit seiner Fehlfunktion erkennt, was Liebe ist und schließlich zerlegt wird. Es war eine Laune, aber sie wurde zum Wettbewerb junger Autoren eingereicht und innerhalb der Schule sogar offiziell vorgelesen.

Meine Deutschlehrerin versuchte wirklich mir zu helfen. Ich tat mich schwer, die starren Schemata der Analyse einzuhalten. Das Ergebnis waren die Ideen zu einem Roman, den ich drei Jahre oder so später beginnen und 2014 beenden sollte. Da war ich bereits Teil der Plattform "Wattpad". Was geschah dann? PIPER veranstaltete den ersten #erzählesuns Wettbewerb und ich nahm daran teil. Dank einer Wildcard (und das war eine Bestätigung meiner Arbeit) erreichte ich die Longlist, wenn es auch für das Finale am Ende nicht reichte, wusste ich ... Dominique, du kannst schreiben. Mit der Unterstützung von Lucas Edel, einem österreichischen Autor, setzte ich mich an die Idee einer Reihe. Dunkel sollte sie sein, düster und fantastisch. So entstanden schnell die ersten Grundrisse von dem Prolog "Die Schamanin" und "Die schwarzen Klippen". Ich plottete weiter, plante und erstellte das Handlungsgerüst für 16 Bände!

"Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt." (Albert Einstein)

Die ersten beiden Bände erschienen noch als eBook und als Selfpublisher bis etwas geschah. Es war blanker Zufall, dass ich auf den jungen und kleinen Verlag "SadWolf" stieß. Aber ihre Philosphie passte so gut zum Wanderer, zu mir und so nahm ich die eBooks vom Markt und schickte den Wölfen meine Idee. Es vergingen zwei Wochen, dann wurden die Manuskripte komplett angefordert und nach ein paar weiteren Wochen, bekam ich Gewissheit. Der Verlag will meine Wanderer-Reihe. Damals "nur" als eBook. Mir war das aber zu dem Moment egal. Ich unterschrieb und im November 2015 erschien es letztendlich neu. Eine Blogtour begann und dann kam ein weiterer sehr wichtiger Punkt. Julia war eine der Bloggerinnen und sie schrieb mir eine Rezension, die unglaublich konstruktiv und ehrlich war. Es arbeitete in mir und eine Beta-Leserunde zum nächsten Band begann im Januar. Zeitgleich bot mir der Verlag an, auch ein Print der Schamanin zu veröffentlichen.

Aus der ursprünglichen Idee, die alte Geschichte mit ein paar Kurzgeschichten zu verdicken, entstand unter den Eindrücken der Beta-Runde und jener "Julia"-Rezi die Idee, den Prolog komplett zu überarbeiten. Der Verlag willigte ein und es begann. Ich verdoppelte den Text beinahe, schliff hier und da, erhöhte die Spannung und gab immer mehr von der Welt preis. Die Extended Version erschien im März und schon das war ein Kraftakt. Dumm nur, dass daraufhin der komplette erste Band ebenso überarbeitet werden musste. Nun aber, exakt einem Jahr nach der ersten Schamanin, wird der nächste Band veröffentlicht und ich bin sehr zufrieden damit. Es gibt mittlerweile Optionen, die mich erreichen. Ideen, die in meinem Kopf schweben und ich bin guter Dinge, dass im nächsten Jahr das ein oder andere Buch einen Verlag findet.

Über meine Projekte werde ich euch natürlich auch weiterhin informieren und bis dahin wünsche ich euch viel Spaß mit meinen bisherigen Veröffentlichungen.

Es gibt Menschen, die ihr Leben auf den Social-Media Kanälen ausbreiten. Ich bin so nicht. Natürlich dürft ihr wissen, dass ich 1978 in El Paso / Texas geboren wurde. Aber das war nicht lange. Über Delmenhorst und Nürnberg erreichte ich das schöne Paderborn und machte dort mein Abitur. Chemnitz folgte, wo ich etwas unkreatives wie Technomathematik studierte und schließlich meine Liebe zum Mainframe fand, die mich nach Augsburg und nun nach Schwabach führte. Meine Familie ist mir heilig, daher rede ich auch nicht viel darüber.

Ich bin vielen Menschen begegnet. Einigen Menschen mit Titeln, die sich als Herr Soundso vorstellten und ihre drei Titel wegließen und solchen, die auf der Visitenkarte jeden Dipl.-Ing. oder sonstigen Titel festhalten. Was nützt so ein Titel? Sicher nicht viel und ich halte mich daher an meinen eigenen Wahlspruch:

Es ist wichtiger, was du bist, als das, was ein Stück Papier glaubt, über dich zu sagen.

Was gibt es noch über mich zu sagen. Ich liebe das Leben und die Farbe gelb. Mein Leserherz gehört Tolkien und dem Herrn der Ringe. Meine Musik hat vor allem e-Gitarre und wird grob als Metal beschrieben. Ich genieße es zu grillen, das Leben zu leben. Mit Freunden und Familie essen gehen, Kino oder auch mal ins Theater, wenn es möglich ist. Wir leben hier in einem Staat, in dem es jeden Menschen gut geht (zumindest im Vergleich zum Rest der Welt) und dafür danke ich Gott oder wer auch immer die Zügel in der Hand hält.